Achtsamkeit - MBSR - Lu Jong

IMG 0537Meditation bedeutet für mich „nach Hause" zu kommen. Was heisst das aber?
In der Meditation richten wir unseren wachen und aufmerksamen Geist auf den gegenwärtigen Moment und lassen den Geist im eigenen Körper ankommen, um ihn zu beruhigen und die ihm innewohnende Natur zu erkennen.
Meditation wird vorallem in den östlichen Religionen, aber auch in der christlichen Tradition praktiziert und immer mehr Menschen in unserer westlichen Welt entwickeln Interesse daran.

Es gibt verschiedene Formen von Meditation, z.B:

  • Achtsamkeitsmeditation
  • Ruhiges Verweilen (Shamata)
  • Einsichtsmeditation (Vipassana)
  • Kontemplation (christliche Tradition), um nur einige zu nennen.

Dazu gibt es auch verschiedene Methoden, z.B:

  • Sitzmeditation
  • Gehmeditation
  • Atemmeditation
  • Visualisationstechniken

Meditation ist aber nicht nur eine formelle Methode, um unseren Körper, Geist und Atem bewusst wahrzunehmen und uns mit dem Leben zu verbinden, sondern kann und soll auch in unseren Alltag integriert werden, vorallem die Achtsamkeitsmeditation.

Gendün Rinpoche, ein tibetischer Meditationsmeister drückt das so aus:
„Die Grundlage von Meditation ist das Entwickeln von Achtsamkeit bei allen Handlungen von Körper, Rede und Geist. Meditation bedeutet, der wahren Natur aller Erscheinungen gewahr zu werden."

IMG 0549In unserer schnelllebigen westlichen Welt haben wir immer das Gefühl etwas tun zu müssen und oft merken wir erst, dass etwas nicht stimmt, wenn wir „am Boden liegen". In der Meditation wechseln wir vom Handlungs- in den Seinsmodus. Beim Meditieren geht es nicht darum irgendwohin zu gelangen, sich in Träumen zu verlieren oder in einen Trance-ähnlichen Zustand zu verfallen. Es geht vielmehr darum, mit einem wachen und aufmerksamen Geist die Realität zu beobachten.